Kirche als Ort der Freiheit

Pfarrer Lasse Collmann in der evangelischen Bergkirche in Opfingen eingeführt

Mit einem feierlichen Gottesdienst am 12. September ist Lasse Collmann als neuer Pfarrer an der evangelischen Bergkirche in Opfingen eingeführt worden. Der stellvertretende Dekan der Evangelischen Kirche in Freiburg, Jörg Wegner, gab dem neuen Pfarrer besondere „3G-Regeln“ mit auf den Weg: Glauben, Gebet und Gnade. Glaube als etwas, das nur in Gemeinschaft gelebt werden und das Orientierung geben könne. Gebet, so Wegner weiter, als die Möglichkeit, mit einem Gegenüber im Gespräch zu sein, ob allein oder sonntäglich mit der Gemeinde im Gottesdienst. Gnade als etwas, das Gelassenheit schenken könne, nach Fehlern immer wieder neu anzufangen. Wegner segnete Collmann zusammen mit Pfarrerin Stefanie Jakob und dem katholischen Pfarrer Andreas Mair sowie den Vertreter*innen des Ortsältestenkreises Birgit Althauser und Martin Sturm.

In seiner Predigt stellte Pfarrer Collmann das Thema Freiheit ins Zentrum. Kirchen sollten Orte der Freiheit sein, auch die Bergkirche in Opfingen. Freiheit bedeutete für Collmann zunächst „Neues mit Lust und Freude auszuprobieren und wertvolle Traditionen zu wahren“. Konkret heiße dies für Kinder und Jugendliche, dass sie hier „Freiheit von Konkurrenzdenken und Mobbing“ erfahren und wertgeschätzt werden. Für die Erwachsenen solle Kirche ein „leistungsfreier Raum zum Durchatmen“ sein, ein Ort, wo man offen seine Schwächen und Probleme zeigen könne. Auch ein „trennungsfreier Raum“ solle Kirche sein, so Collmann, „alle Menschen sind willkommen“. Ein besonders schönes Symbol für die Freiheit sei für Collmann die Bergkirche selbst: „Sie steht frei über dem Tuniberg, mit einem wunderschönen Blick“. Dadurch zeige sie: „Hier oben ist ein Ort der Freiheit“. Da die Ökumene für Collmann ein besonderes Herzensanliegen ist, freute er sich sehr, dass der katholische Kollege am Tuniberg, Pfarrer Andreas Mair, im Gottesdienst mitwirkte. Auch die ökumenische Zusammenarbeit lasse Kirche als Ort der Freiheit lebendig werden.

Für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes sorgten Kristin Heß-Rabus (Violine) und Christian Micsunescu (Orgel und Klavier) sowie der Kirchenchor Opfingen unter Leitung von Yana Kashcheva.

Pfarrer Lasse Collmann, 1976 in Marburg geboren, studierte evangelische Theologie in Kiel und Helsinki. In der finnischen Stadt Jyväskylä trat er seine erste Pfarrstelle an. Es folgte ein Wechsel ins österreichische Kapfenberg in der Steiermark, wo er sieben Jahre tätig war. 2015 zog es ihn zurück nach Deutschland und er arbeitete für die Christoffel-Blindenmission in Bensheim. Ab September 2020 war er Pfarrer in Probe in der Petruskirche in Freiburg. Seit 1. September ist Collmann Pfarrer an der evangelischen Bergkirche in Opfingen.

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